Tollwut (Rabies, Lyssa)

 

 

Die Tollwut ist eine lebensbedrohliche, durch Viren ausgelöste Infektionserkrankung. Die durch einen Biss oder durch Speichel eines tollwütigen Tieres nach einer Inkubationszeit von 10 bis 60 Tage ausgelöst wird. In Deutschland werden ein bis drei Fälle jährlich gemeldet. Dank veterinärpolizeilicher Maßnahmen ist es gelungen, die bis heute unheilbare Tollwut einzudämmen. Sie kommt aber immer noch gebietsweise vor.

Karte zu den Verbreitungsgebieten der Tollwut

Besonders Hunde und Katzen werden durch den Kontakt mit Wildtieren, hauptsächlich mit Füchsen, angesteckt. Das tödliche Virus verursacht bei Mensch und Tier eine akute Gehirnhautentzündung. Infizierte Tiere verhalten sich über eine längere Zeit fast normal, sind ruhig und unauffällig. Dieser äußere Eindruck täuscht. Tollwutinfizierte Tiere sind äußerst gefährlich und der Umgang mit Ihnen ist auf jeden Fall zu vermeiden. Es ist allgemein bekannt, daß man "zahmen" Füchsen in der Natur ausweichen soll. Durch die Tollwut geht die natürliche Scheu vor dem Menschen verloren.
Erst nach Wochen und Monaten nach der Ansteckung kann es zu klinischen Symptomen kommen, die mit Juckreiz, Speichelfluss, Unruhe und Beißwut auf Tollwut hinweisen können. Ebenfalls
typischen Symptome sind starke Schmerzen an der Bissstelle, Wasserscheu, Schluckstörungen, Speichelfluss, Angst und Gemütsschwankungen. Infolge zunehmender Lähmungen endet jede Erkrankung nach dem Auftreten der ersten Symptome tödlich. Durch sofort nach einem Biss eingeleitete Maßnahmen mit u.a. einer passiven Immunisierung kann der Ausbruch meistens verhindert werden.

 

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