Herzwürmer (Dirofilarien)

 

Die Herzwurmerkrankung wird auch Dirofilariose genannt. Die Herzwurmerkrankung wir durch einen Parasit vom Typus der Nematoden (Fadenwürmer) namens Dirofilaria inmitis verursacht und allgemein als Dirofilarie bekannt.

Er lebt vor allem in den angrenzenden großen Blutgefässen der Lunge, weshalb der Name "Herzwurm" eigentlich irreführend ist. Ein Hund kann von einem oder von hunderten von erwachsenen Fadenwürmern befallen werden, die eine Länge von 15 - 35 cm und   ein Lebensalter von 13 - 15 Jahren erreichen können!

Die Herzwurmerkrankung kommt vor allem in Europa hauptsächlich in den Mittelmeerländern vor. Besonders stark betroffene Länder sind die Inseln des Kanarischen Archipels, Südfrankreich, Spanien, sowie die italienische Po Ebene. Auch in Valencia, Murcia und Andalusien kommt diese Krankheit vor. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist sie eine Seuche größten Ausmaßes und hat sich in den letzten zwanzig Jahren rasch verbreitet. Obwohl es sich hauptsächlich um eine Hundekrankheit handelt, so kann dieser Parasit auch Katzen, Frettchen, Füchse, Kojoten und Wölfe befallen.

Die Dirofilariose wird von einem Hund auf den anderen nur durch bestimmte Moskitoarten (Stechmücken , als Überträger werden etwa 70 verschiedene Arten von Stechmücken z.B. Culex, Anopheles und Aedes verantwortlich gemacht) übertragen.

Anopheles (Mosquito)  CulexAedes-Aegypti

Der weibliche Fadenwurm setzt Embryonen, Mikrofilarien genannt, im Blut ab. Die Stechmücke wird beim Einsaugen dieser Mikrofilarie angesteckt, wenn sie einen verseuchten Hundes sticht und sich von dessen Blut nährt. Während der folgenden 10 - 15 Tagen verwandelt sich die Mikrofilarie zweimal in der Stechmücke, bis sie die infektiöse Larvenphase erreicht. Wenn die Stechmücke nun erneut zum Blut saugen zusticht, dringt die Larve durch den Mückenstich in den Körper des Hundes ein. Die Larve braucht ungefähr 6 Monate, um in die Lungenarterien und die rechte Herzkammer zu wandern, ihre Geschlechtsreife zu erlangen und Mikrofilarien im Blut abzulagern. Da die Übertragung dieser Krankheit ausschließlich von Moskitos abhängig ist, tritt sie häufiger und stärker dort auf, wo Hunde in großen Mengen verseuchten Stechmücken ausgesetzt sind.

Die Herzwurmerkrankung verursacht Schäden in den Lungenarterien, adulte Herzwürmer lösen Entzündungsreaktion in Pulmonalarterien (Lungenarterien) aus, es kommt zu :Endarteritis (Entzündung der inneren Arterienwand), Pulmonalarterien Dilatation ( Lungenarterien Erweiterung) erhöhte Wandsteife. Eine eosinophile Pneumonitis, sowie Thromboembolien sind weitere Komplikationen.

 

Manche Hunde, vor allem junge, die nur an einer leichten sich erst unlängst zugezogenen Verseuchung leiden, weisen keine Anzeichen dieser Krankheit auf. Ein Hund, der schon längere Zeit an Dirofilarioses leidet, kann Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und chronischen Husten aufweisen,  er ermüdet schnell bei körperlicher Bewegung und kann während oder nach der körperlichen Anstrengung aufgrund von Herzinsuffizienz sogar ohnmächtig werden. Die Herzinsuffizienz ist am Schwellbauch (Aszites) zu erkennen, was auf einen Flüssigkeitsstau im Unterleib zurückzuführen ist. Bei manchen stark verseuchten Hunden erscheint das so genannte ,,Hohlvenen-Syndrom" (Cavalsyndrom). Durch eine große Anzahl von Fadenwürmern wird die Öffnung der Klappe zwischen der rechten Herzkammer und der Hohlvene verstopft, die das Blut zum Herz zurückführt. Ein Hund in diesem Stadium leidet plötzlich an Schwäche, wird lustlos und verliert den Appetit. Der Harn färbt sich dunkelbraun und das Tier leidet an Anämie und Gelbsucht.

Nachzuweisen sind Herzwürmer durch eine Blutuntersuchung, eine Röntgenbild zeigt bei einem Befall Veränderungen an der Lungenarterie

Es ist zu beachten, daß dieser Test erst ca. 6 Monate nach Befall positiv sein kann, es also noch keinen Sinn macht, einen Hund auf Herzwürmer zu Testen, wenn er gerade aus dem Urlaub zurückkommt.

Da diese Moskitos in Deutschland nicht vorkommen, muss auch keine Prophylaxe gemacht werden. Sollte der Hund in ein südliches Urlaubsziel mitgenommen werden, in dem es Herzwürmer gibt, ist eine Prophylaxe zu empfehlen.

Noch kurz die Symptome: Die Hunde sind leistungsschwach, haben Husten und mit Fortschreiten der Erkrankung Atemnot.

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