Aysha´s Geschichte

 

Geboren wurde Aysha wahrscheinlich irgendwo bei einem Bauern so um den 15. September 2002  in den Bergen. Dieser Bauer setzte sie mit ca. 6 Wochen am 31.10.2002 vor dem  Club Hotel Turtas aus.

An diesem  Tag kamen wir gerade vom Incekum Strand mit dem Dolmus vor dem Hotel an. Da saß das kleine Hündchen in der prallen Sonne vor unserem Hotel. Wir gingen vorsichtig zu ihr hin und streichelten sie wobei sie freudig wedelte. Nun wollten wir doch wissen wem der Welpe gehört und fragten die Leute die sich gerade vor dem Hotel aufhielten. Doch leider wusste keiner wohin dieser Welpe gehört. Uns war sofort klar, dass wir Sie an einer 4 spurigen Straße nicht sitzen lasen können. Also packten wir sie in ein Handtuch und gingen ins Hotel. Dort fragten wir nach einem Tierarzt. Der nette Herr an der Rezeption benannte uns einen in Alanya und beschrieb uns den Weg dort hin.

Blick von der Burg in Alanya auf den Hafen und die Stadt

Auf dem Weg zum Tierarzt im Dolmus schlief unsere damals noch namenlose und Herrchenlose Aysha ganz tief und fest in meinem Arm. An der Endhaltestelle in Alanya angekommen machten wir uns auf die Suche nach dem Tierarzt. Nach längerem suchen hatten wir ihn doch endlich gefunden. Wir wurden gleich begrüßt und ins Behandlungszimmer geführt. Dort wollten wir immer wissen was wir mit dem Welpen machen sollen, doch leider verstand uns der Tierarzt nicht so richtig, oder wollte uns vielleicht nicht verstehen. Er ging aus dem Behandlungsraum und kam mit einer kleinen Flugbox, die er mir gleich in die Hand drückte zurück. Sven und ich schauten uns an und sagten gleichzeitig: " Gut, dann nehmen wir sie eben mit." 

Aysha wurde geimpft, entwurmt und bekamen eine Beruhigungstablette für den Flug mit. Wir kauften noch Futter und ein Flohshampoo, da sie voller Flöhe war und zahlten. Auf dem weg zur Bushaltestelle schauten wir noch bei unserem Juwelier vorbei um uns zu verabschieden, da wir am nächsten Tag wieder nach Hause flogen. Dort tranken wir noch einen Tee und unterhielten uns über den kleinen Welpen, er sagte auch was von einem Berghund, doch irgendwie ignorierten wir dies. 

Im Hotel angekommen, gingen wir erst mal an die Rezeption um zu klären ob wir den Hund mit aufs Zimmer nehmen dürfen. Überrascht dass wir sie mit nehmen durften gingen wir auf unser Zimmer. Dort gaben wir Aysha erst mal was zu trinken und dann musste sie ein intensive Dusche über sich ergehen lassen. Sauber wie sie nun war gab es endlich was zu fressen, dass sie fleißig rein mampfte. Dann legt sie sich hin und schlief ein wenig. Als sie aufwachte war es auch gleich geschehen: Aysha erledigte ihr Geschäftchen mitten im Zimmer. War aber gar nicht so schlimm da alles gefliest war. Nun spielte sie noch einwenig und dann war es für uns auch Zeit schlafen zu gehen. Zum Schlafen musste die kleine in ihre Box da wir sie nicht unbeaufsichtigt im Hotelzimmer umher laufen lassen wollten. Doch leider gefiel es dem Welpen nicht wenn es dunkel war, sie fing sofort an zu jammern, worauf wir das Licht wieder anschalteten und die Box öffneten. Nachdem wir das Licht wieder ausschalteten, fing sie wieder das Jammern an. Nach langen überlegen fiel mir ein wir könnten den Fernseher an schalten und leise laufen lassen, somit hat sie Licht und Geräusche die sie vielleicht beruhigen könnten. Nachdem der Fernseher an war und leise gestellt war, machte wir das Licht wieder aus und Aysha legte sich nun endlich auch schlafen. 

 

Am Fundtga nach dem Baden

 

Am Morgen als wir aufwachten spielte sie gerade mit einem von Svens Socken. Wir packten unsere Koffer für die Abreise und gingen mit Aysha in der Flugbox zum Frühstück. Doch in der Box gefiel es ihr überhaupt nicht mehr sie jammerte immer zu. Also wechselten wir uns mit dem  Frühstück ab und die kleine konnte dann Auf der Wiese um her toben. Wir setzten uns dann zusammen mit Aysha auf die Hotelwiese und warteten auf unseren Bus der uns zum Flughafen bringen sollte. 

Um ca. 14.00 Uhr war es so weit unsere Heimreise stand bevor, der Bus war da. Auf dem Weg zum Flughafen war Aysha die größte Attraktion, alle Heimreisenden bewunderten sie. Am Flughafen angekommen kamen wir überall ohne Probleme durch, nur der Flieger hatte Verspätung. Ca. um 21.45 Uhr starteten wir endlich in Richtung Heimat und um 23.55 Uhr landete wir dann am Nürnberger Flughafen.

Nach der Koffersuche ging es dann ab durch die Zollkontrolle, wo wir dann auch in einen Nebenraum mussten, dort wurde der Impfpass kontrolliert und der Hund kurz in der Flugbox angesehen. Dann durften wir weiter gehen, raus zu meinen  Eltern die schon gespannt auf den Welpen warteten. 

Meine Eltern fuhren uns nach Hause, Daheim angekommen  machte ich Aysha ihr Körbchen zurecht und legte sie hinein, da sie noch sehr unsicher von der Beruhigungstablette war. Am nächsten morgen machten wir gleich einen Spaziergang zu meinen Eltern, bei denen unser Bigfoot schon auf uns wartete. 

Er war von seiner neuen Hundefreundin gar nicht begeistert und ignorierte sie erst mal vier Wochen und spielte die beleidigte Leberwurst.

Aysha lebte sich wunderbar ein, stellte die Wohnung auf den Kopf, zerbiss uns etliche Schuhe und stellte noch so manchen Schabernack an.

 

  So nun werd ich mich mal um mein Essen kümmern (1 Tag nach ihrer Ankunft) Frauchens Turnschuh ist besonders toll

 

Nach ca. 14 Tagen bekam Aysha ziemlich große Pfoten, somit konnten wir fast sicher sein das sie am Fundtag erst  fünf bis sechs Wochen alt war. 

Aysha wuchs und wuchs, in unserem Wissen war sie immer noch ein Mischling, bis meine Mutter eines Tages in einer Hundezeitschrift einen Artikel  mit Bilder über den Anatolischen Hirtenhund fand. Die Ähnlichkeit war nicht zu übersehen. 

Von nun an war das Interesse über den Herdenschutzhund in mir geweckt. Ich kaufte mir Bücher und stöberte im Internet. Bis Sven durch seine Arbeit als Zivildienstleistender einen  Türken kennen gelernt hatte, der uns bestätigte, als er Aysha sah das sie, wie ihn die Türken nennen ein türkischer Berghund ist. Nun kam uns der Satz von unserem Juwelier in Alanya wieder in den Kopf: "Das ist ein Berghund."

 

Aysha am 20.05.2004 bei uns im Garten

 

Ja und so lebt nun unsere Aysha, der türkische Berghund im doch relativ flachen Nürnberg bei uns und zeigt immer öfter die Eigenschaften eines  Herdenschutzhundes. Auch wenn sie Fremde verbellt, nicht ins Grundstück lässt, nichts übersieht und überhört liebt sie eigentlich jeden den sie nach einiger Zeit gut kennt und weicht nicht mehr von dessen Seite. Hunde die ihr etwas Böses wollen weicht sie aus und im Ernstfall rennt sie einfach davon, sie geht jeder rauferei aus dem weg versucht alles mit Beschwichtigungssignalen zu umgehen. Sie ist ein verwöhnter Herdenschutzhund, der es liebt sich den Bauch kraulen zu lassen, Herrchen in den Fuß zwickt, weil sie Hunger hat und Frauchens Bücher an beisst, weil sie beim lesen nicht beachtet wird. Mit anderen Hunden hat Aysha keine Probleme, "aggressive" Artgenossen werden nicht beachtet und zur Not ergreift sie die Flucht in einen sicheren Abstand bis der "Feind" verbellt und verschwunden ist. Welpen finden in ihr einen tollen Aufpasser und Spielkameradin auf dem man wunderbar herumtollen kann.  

  Aysha beim Spielen mit einem Kurzhaarcollie Welpen am 12.05.05

Aysha mit den Kurzhaarcollie Welpen aus dem Zwinger Phantom of Scotland

Auf Aysha lässt es sich ganz turnen (Kurzhaarcollie Welpen) Auch der Kopf von Aysha muß untersucht werden

 

Bigfoot hat sich nach vier Wochen dann doch mal herabgelassen und mit ihr gespielt. Heute sind die beiden unzertrennlich, passen aufeinander auf und zusammen sind sie doch ein unschlagbar süßes Team, einfach zum lieb haben.

Aysha´s Geburtstag wird am 31.10. gefeiert, somit hat sie genauso wie Bigfoot einen besonderen Tag im Jahr.

 

Winter 2003/2004 Aysha und Bigfoot spielen im Schnee

15.08.2006:

 

Mittlerweile ist Aysha fast 4 Jahre alt und hat sich zu einem sehr treuen Begleiter für uns entwickelt, ich als ihr Frauchen werde strengstens bewacht, auf schritt und tritt verfolgt, fremde Menschen dürfen nur bedingt in meine Nähe. Ihr fremder Besuch z.B. Handwerker werden erst akzeptiert wenn Aysha zuvor in einem anderen Raum war und er schon 15 Minuten in der Wohnung ist, denn dann weiß sie Frauchen hat das akzeptiert, dann muss sie es auch akzeptieren.

Eine Vorliebe für Kartoffeln und Pfannkuchen hat sie in den Jahren entwickelt, bei diesen wird sogar am Tisch gebettelt.

Ansonsten ist Aysha außer das sie nur ungern alleine bleibt und eine Vorliebe fürs Jagen hat (hier findet man dann doch den wilden Hund in ihr den sich die Türken für die Herde wünschen)  entwickelt hat, das für Sie dann bedeutet an der 20 m Schleppleine zu laufen in Gebieten in denen es Wild gibt.  

 

14.11.2008:

Aysha ist nun 6 Jahre und immer noch ein treuer und lieber Begleiter, den wir nicht mehr hergeben möchten.

Aysha musste am 01.07.2008 kastriert werden, ein schwerer Schritt für mich, denn eine Vollnarkose ist ja bekanntlich ein Risiko, aber Aysha hatte bei ihrer Läufigkeit zuvor einen eitrigen Ausfluss, worauf ein Ultraschall erfolgte und eine Veränderung der Gebärmutterwand festgestellt wurde. am 01.07. war es dann so weit beim Tierarzt schlafen gelegt und nach einigen Stunden dürfte ich sie wieder abholen, was für mich eine Erleichterung war. Sie war brav, ihr Pflaster lies sie stets dran, die Fäden lies sie sich ohne Probleme und Zappelei ziehen. Die Veränderung ergab bei einer histologischen Untersuchung eine Zyste.

Heut ist Aysha viel ausgeglichener, viel anhänglicher und verspielter, ich denke der ständige Hormonstress hat ihr in den Jahren sehr zu  schaffen gemacht, denn eine Läufigkeit im 5-6 Monats Rhythmus ist auch Streß für den Körper. Wenn ich es eher gewusst hätte, dass sich ihr Wesen so verändert, hätte ich sie bereits mit 4 Jahren kastrieren lassen. Aber nun genießen wir die Zeit mit ihr weiter. Leider ließ sich ihr Jagdtrieb nicht mit "wegkastrieren".

 

16.05.09

Eine der schrecklichsten Diagnosen für einen Hundebesitzer wurde am 20.04.09 durch Röntgen in Vollnarkose bei Aysha festgestellt. Aysha leidet seit Geburt an an schwerer HD (Hüftdysplasie). Für mich als Frauchen war sofort klar, Aysha wird geholfen. Zuerst bekam sie noch mals Schmerztabletten und einen Termin bei einer Physiotherapeutin. Schnell stand für uns fest Aysha soll Goldimplantate (eine Dauer Goldakupunktur) bekommen. Nach dem Aysha bei der Physiotherpeutin vorstellig war mussten noch einige Röntgenaufnahmen angefertigt werden. Am 08.05.09 ging es dann in das Vierbeiner Rehazentrum nach Piding. Dort setzte Dr. Zohmann, der Spezialist auf diesem Gebiet ist die vielen kleinen Goldimplantate.

Nun sieht Aysha zwar aus wie ein Flickenteppich, aber Fell wächst nach. Es folgen noch einige Physiotherapiestunden und gute Betreuung

 

08.04.2012  Fast 3 Jahre sind nun nach der Goldakupunktur vergangen. Drei glückliche Jahre mit Aysha. Ihr geht es gut, sie genießt eine Lahmfreie Zeit ohne Schmerzmittel! Die Ernährungsumstellung auf Bar hat Aysha wieder viel gebracht, sie ist heute noch ausgeglichener, spielt wieder vermehrt man merkt ihr einfach an wie gut ihr das natürlich Futter tut. Im September 2011 haben wir und ein Wasserbett gekauft, da das alte Bett schon kaputt und durchgelegen war, nicht nur wir profitieren von diesem Liegekomfort auch Aysha findet es spitze den ganzen Tag da drin zu liegen.